Vermögensplanung - erster Schritt Liquiditätssicherung

Ein Fachbeitrag von Dietmar Vogelsang

Welche Anlageform wofür?

 

Nun einfach nur x-beliebige Anlagen aufzuzählen wäre eher unsinnig. Anlagen haben immer Wechselwirkungen mit der Situation des Unternehmers, seinen bisherigen Investments, Finanzierungen, individuellen Wünschen oder Zielsetzungen. Daher werden hier situative Ansätze als Grundlage für oder gegen das eine bzw. andere Investment entscheidend sein. Die folgenden Vorschläge basieren auf heutiger Marktlage, weshalb zu einem späteren Zeitpunkt eine andere Auswahl passender sein kann. Zudem können hier aus Platzgründen nur einige Anlageformen kurz angerissen werden.

Grundsätzlich gibt es bei vielen Unternehmern eine oberste Priorität:


Liquidität

Egal ob ein Unternehmen gegründet wird, sich im Aufbau befindet oder bereits ertragreich etabliert ist, liquide zu sein um kurzfristigen Engpässen gerecht werden zu können, ist oberstes Gebot.

 

Hierzu eignen sich, je nach Marktzinsentwicklung zeitlich strukturiert, Geldmarktfonds, Tages-, Monats oder Quartalsgelder. Aktuell bietet der Markt hier im Tagesgeldbereich Zinsen p. A. von bis zu 2,5 %.

 

Das kann zwar nicht mit möglichen oder erhofften Aktienrenditen mithalten aber dafür ist eine kurzfristige Verfügbarkeit auch nicht dem Kursrisiko unterworfen bzw. verursacht auch nicht entsprechende Kauf-, Halte- und Verkaufskosten.

 

Erweiterte Liquidität

Für nicht so kurzfristig anfallende Investitionen oder Anschaffungen, die also eher annähernd planbar sind, können Investments mit ein bis zweijähriger Laufzeit sinnvoll sein.

 

Geeignet sind eher festverzinsliche Anlageformen wie beispielsweise Bundesschätze, Anleihen mit entsprechend kurzen Restlaufzeiten oder auch spezielle Sparangebote. Die Zinsen liegen etwa zwischen 2 und 2,75% p. A..

Dietmar Vogelsang
Sachverständiger, Unternehmensberater, Vermögensberater
bei Vogelsang & Sachs Sachverständigen-Societät für Kapitalanlagen und private Finanzplanung in Bad Homburg