Vermögensplanung Grundlagen

Ein Fachbeitrag von Dr. Tobias Weiß

Vermögensplanung - Grundlagen

 

Wer kennt das nicht, der Arbeitsalltag ist angefüllt mit wichtigen unternehmerischen Entscheidungen â??manchmal geht auch etwas schief â?? und ehe man (Unternehmer/in) sichâ??s versieht, ist der Arbeitstag vorbei. Schnell ist eine Woche, ein Monat ein Jahr vergangen und wieder mal - kaum Zeit für Privates. Spätestens am Jahresende kommt dann noch eine â??Quittungâ?? vom Finanzamt, die Steuern für ein erfolgreiches Jahr tun weh.

 

Einen Tag im Monat über Geld nachdenken bringt oft mehr als einen Monat hart dafür zu arbeiten.

 

Da arbeitet man das ganze Jahr und nach Abzug der Steuern und Lebenshaltungskosten verbleibt ein im Verhältnis kleiner Teil des Geldes zur Anlage. Sinnvoll soll sie sein, den persönlichen Wünschen und Zielen entsprechen, rentabel, einigermaßen sicher und möglichst soll das Finanzamt nicht allzu viel davon ab bekommen.

 

Diese Situation bietet eine hervorragende Grundlage für wortflinke Anlage-/ Finanz- oder Vermögensberater, das hart erarbeitete Kapital â??gewinnbringendâ?? für seinen Kunden zu investieren. Leider immer häufiger (siehe Finanztest etc.) nicht zum Wohle des Kunden sondern dem des eigenen Geldbeutels.

 

Ein häufiges Übel: Der Berater sucht den schnellen Abschluss.

 

Während der Firmeninhaber seine unternehmerischen Investitionen gründlich durchdenkt, Lösungsansätze kritisch prüft und kräftig verhandelt, ist dies beim â??Unternehmen Privathaushaltâ?? eher die Ausnahme denn die Regel. Dabei ist auch hier eine äußerst komplexe Situation, gepaart mit vielen individuellen Zielen und Wünschen zu beachten. Oft nicht weniger komplex wie das klassische Unternehmen.

 

Mangels Zeit und/oder Know-how wird die Entscheidung für das sauer Verdiente dann oft gerne in - hoffentlich - kompetente Hände gelegt. Hierbei sollte aber beachtet werden, dass der Berater sich Zeit nimmt und Anlageentscheidungen gründlich vorbereitet.

 

Erster Schritt: Ausführliche Besprechung und Erfassung der bestehenden Investments, Finanzierungen und sonstigen Verpflichtungen, der Einkommens- und Ausgabensituation aber auch von persönlichen Wünschen, Zielsetzungen bzw. Risikopräferenzen.

 

Zweiter Schritt: Ausarbeitung einer Finanz- und Vermögensanalyse des â??Unternehmen Privathaushaltâ??, mit entsprechenden Hochrechnungen einer möglichen zukünftigen Entwicklung. Im Ergebnis erhält der Kunde eine transparente Übersicht seiner bisherigen Situation und möglichen zukünftigen Auswirkungen. Die Offenlegung bisheriger Fehlentscheidungen, die Optimierung bestehender Kostenstrukturen aber auch von Erträgen. Letztlich lassen sich so auch Fragestellungen zur Ruhestandsplanung und vielen weiteren Aspekten beantworten.

 

Dritter Schritt: Falls Gelder frei sind oder werden, ist eine Analyse der individuell für den Kunden passenden bzw. geeigneten Anlageformen durch zu führen. Dabei kommt es auch vor, dass seitens des Kunden bisher präferierte oder aktuell gewünschte Anlagen sich nicht bestätigen und besser geeignete Investments aufgezeigt werden können.

 

Fazit: Diese Vorgehensweise sichert die Berücksichtigung aller zu beachtenden Aspekte, korrigiert bisherige Schwachstellen oder Fehlentscheidungen und liefert die notwendige Basis für die richtige Auswahl der richtigen Anlage. Es handelt sich dabei um eine Basisarbeit, die idealtypisch - je nach Vermögenslage - alle ein bis drei Jahre aktualisiert wird. Nun steht einer vernünftigen Auswahl von Anbietern zum passenden Investment nichts mehr im Wege.

Dr. Tobias Weiß
Sachverständiger, Unternehmensberater, Vermögensberater, sonstige Honorarberater
bei Sachverständigen-Societät für Kapitalanlagen und private Finanzplanung Mustermann & Partner in Ludwigsburg