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Kreditverträge unwirksam?

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P R E S S E I N F O R M A T I O N

*unabhängiges Portal für Honorarberater unterstützt bei der Experten-Suche*

Bad Homburg, 06. November 2006. Ein aktuelles BGH-Urteil schlägt Wogen: Das oberste Bundesgericht entschied rigoros, dass künftig die Gesamtkosten der Finanzierung auf dem Kreditvertrag ausgewiesen werden müssen. Fehlt diese Angabe, so müssen Verbraucher lediglich vier Prozent Zinsen für ihren Kredit zahlen. Gleichgültig, ob es sich um eine kreditfinanzierte Immobilienbeteiligung oder eine Hausfinanzierung handelt.

 

„Im Grunde genommen handelt es sich lediglich um eine Bestätigung dessen, was schon das Verbraucherkreditgesetz vorschreibt“, so die Einschätzung von Peter Sachs, vereidigter Sachverständiger aus Bad Homburg und Experte auf www.Berater-Lotse.de, „Ebenso wie der Effektivzins müssen auch die Gesamtkosten im Kreditvertrag genau aufgeschlüsselt werden.“

 

Neu und spektakulär ist nach Auskunft des Gutachters freilich, dass sich die Vorschrift nicht nur auf die Zeit der Zinsfestschreibung, sondern auf die gesamte Laufzeit beziehen soll. Gleichgültig, ob die späteren Zinsen schon bekannt sind – oder nicht. Sachs: „Im Urteilsfalle handelte es sich um einen Kredit über 20 Jahre, für den die Bank der Klägerin nach Auseinandersetzung vor Gericht den Zins von 8,5 auf vier Prozent senken musste.“ (weitere Infos unter der u. a. Telefonnummer)

 

Nach Auskunft der Verbraucherzentralen können nun viele Häuslebauer einen Teil ihrer Kreditkosten zurückzuverlangen. Denn in den allermeisten Fällen stehen in den Kreditverträgen der Banken wohl die Kosten für die Zeit der Zinsfestschreibung, mehr aber nicht. „Dennoch ist ein Vorgehen gegen die Banken nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint“, warnt Sachs, „Vor dem Gang zum Gericht müsse z.B. erst einmal geprüft werden, ob der Zins von Anfang an zu hoch war oder zumindest über dem Durchschnittszins lag.“ Nach Auskunft der Sachverständigen ein typischer Fall für eine notwendige Abstimmung zwischen Rechtsanwalt und Gutachter im Vorfeld. Peter Sachs: „Jeder hat sein Aufgabengebiet, der Gutachter prüft die fachlichen Grundlagen, der Anwalt ist für die rechtlichen Schritte zuständig.“

 

Auseinandersetzungen vor Gericht sind das tägliche Brot der Rechtsanwälte und Sachverständigen. Dabei lassen sich Streitereien um ein unpassendes Finanzierungskonzept oder zu hohe Gesamtkosten durch eine gute Beratung vorab von vornherein vermeiden. Sachs: „Entscheidend ist z.B., dass die Beratung Anbieterneutral und nicht von Produktinteressen gesteuert ist.“

 

Gelingt es z.B. einem Honorarberater, bei einem Kredit über 200.000 Euro über zehn Jahre einen Zinsvorteil von einem Viertelprozent herauszuholen, kann der Kunde 5.000 Euro oder mehr sparen. Dennoch dürfen die Kosten nicht das alleinige Kriterium einer Finanzierung sein. So müssten Kreditnehmer nach Auskunft des Gutachters etwa im Falle unsinniger Zinsfestschreibungenbei vorzeitiger Rückzahlung mit hohen Vorfälligkeitsentschädigungen rechen. Oder: Eine ungeplante Tilgung über 100.000 Euro kann Bankkunden nach beispielsweise zwei Jahren zu den aktuellen Konditionen rund 4.000 Euro „kosten“.

 

„Leider sind den meisten Kreditnehmern die Vorteile einer neutralen Beratung nicht bewusst“, unterstreicht auch Dietmar Vogelsang, Geschäftsführer des Institut DV & P als Betreiber des Portals www.Berater-Lotse.de, „Verbraucher und Anleger registrieren eine Falschberatung - wenn überhaupt - häufig erst dann, wenn es zu spät ist, der Schaden bereits spürbar eingetreten ist.“ Dann hilft eben meist nur noch der Gang vor Gericht.

 

**SERVICE für Journalisten: Für Interviews zu fachlichen, steuerlichen rechtlichen Themen stehen alle Premium-Mitglieder auf www.Berater-Lotse.de gern zur Verfügung. Auch wenn Sie zu einem bestimmten Thema einen aktuellen Fall (bspw. geschädigter Anleger/ Versicherungskunde etc.) nebst Experten suchen - das Team von B-L steht hierzu hilfreich zur Verfügung und "fahndet" nach entsprechenden "Treffern" für Sie.

 

 

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Das Portal bündelt Experten für Vermögensanlage, Renten und Versicherungen – darunter Gutachter, Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Versicherungs- und Rentenberater, die für ihre Mandanten in den genannten Bereichen als Honorar-Berater aktiv sind. Mit über 1.000 Adressen ist der „Berater-Lotse“ das erste in dieser Art spezialisierte Berater-Portal. Sowie die umfassendste Datenbank für unabhängige Spezialisten im Bereich Beteiligungen, Finanzierungen, Versicherungen, Fonds und andere Geld- und Kapitalanlagen. Alle Berater sind verpflichtet, keine provisionsgesteuerten Beratungsgeschäfte durchzuführen, sondern neutral und unabhängig von Produkten und Anbietern tätig zu sein.

 

 

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